microlino

Microlino

Meine offiziell veröffentlichte Zusammenfassung

Der Grundgedanke von Individual-Mobilität war und ist schon immer Freiheit.

Es ist richtig schön zu sehen, wie dieses Konzept von Microlino in einem konsequentem ‚keep it simple‘ Prinzip wieder aufgelebt wird.

Genau wegen Projekten wie diesem hab ich damals mein Automobilinformatik-Studium überhaupt erst begonnen, es ist beeindruckend wie die damals bereits absehbaren Konzepte mittlerweile Realität werden.

Die junge Ingenieurtruppe aus der Schweiz macht aus meiner Sicht alles richtig:

#1 Passagiere | Bei statistischer 1,3 Personen pro Fahrzeug, stellt ein kompakter 2-Sitzer ein optimales Auslastungs-Konzept dar

#2 Karosserie | Durch den Ansatz den damals schon sehr durchdachten Aufbau der Insetta zu übernehmen spart erhebliche Entwicklungskosten und vermeidet die unnütze Redundanz von Türen, bei gleichzeitiger Sicherheitsvorkehrung durch den Dach-Notausstieg

#3 Safety | Durch den klar prädestinierten Einsatz im urbanen Stadtgebiet reicht eine Leichtkraftfahrzeug-Zulassung L7e aus. Obwohl nicht notwendig, ist das Fahrzeug bereits trotzdem freiwillig auf Innenstadt-Crashtests erfolgreich getestet.

#4 Antrieb | Aufgrund des technischen Fortschritts im Bereich Elektromobilität reicht bereits ein 15kW eMotor für den Antriebsstrang aus, das Fahrwerk ist ebenfalls denkbar einfach aufgebaut. Die Akkukapazität ist auf gut 100 km ausgelegt, mehr als genug um nur alle paar Tage nach Innenstadt-Kurzstreckenfahrten am Hausstrom nachladen zu müssen

#5 Preis | Entgegen dem Trend mancherorts utopischer Preisanstiege soll die Microlino für 8.000 bis 10.000 € zu haben sein. Aus Gesprächen mit den Entwicklern ist dies hauptsächlich von der Richtungs-Entscheidung des Herstellungsortes bzw. Marktes (Süd-Europa / China) abhängig

#6 Abmaße | Eine Kehrtwende in der Entwicklung hin zurück zu kleineren Fahrzeugen hat folglich auch enorm positive Auswirkungen auf allerorts überstrapazierte Parkplatzsituationen wie Hochschulen, Stadtzentren, Parkhäusern, … aus gegebenem Anlass – erwähnte ich schon Hochschulen?

#7 Umwelt | Angefangen bei der Ressourcenschonung durch die Konzentration auf ein mobiles Minimalkonzept, die Vermeidung unnötiger Schadstoffemissionen, sowie ein beinahe geräuschloses Fahren und damit einhergehende Beruhigung des Haupt-Störgeräusches in Städten, zeichnen den ökologisch Charakter des Microlinos aus

#8 Interieur | Das puristische, sozusagen kaum vorhandene Interieur geht laut Aussage des zuständigen Entwicklers auf den Ansatz des ‚bring-your-own-device‘ zurück. In einer Zeit, in der jeder über ein personalisiertes Smartphone verfügt, wird dieses einfach zur Multimedia-zentrale umfunktioniert. Wozu auch die Redundanz eines lokal mehr als eingeschränkten, bei weitem nicht so personalifizierten Systems wenn man (Internet-)Radio, Musik & Navigation doch eh mit sich trägt?

#9 Kompatibilität | Die Firma hinter dem Microlino ist besonders für seine elektro-Kickroller bekannt, die Kompatiblität von Kleinstfahrzeug und Kickroller auf der Heckablagefläche stellt eine Lösung für urbane Herausforderungen der letzten-Meile dar.

#10 | Die Entwickler vom Microlino waren für mich schon im letzten Jahr das geheime Highlight auf der eMobility-Leitmesse in München, selten so viele gute Diskussionen über Out-of-the-box Ansätze im Automotive-Umfeld gehört wie dort.

Die Idee:

Der Prototyp:

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